Nachwuchs, Nervenkitzel und ein Finale im Regen – die DMV Pitbike Meisterschaft in der Motorsport Arena Mülsen
Vom 11. bis 13. September 2026 wurde es in der Motorsport Arena Mülsen noch einmal ernst: Beim Saisonfinale der DMV Pitbike Meisterschaft gab es ein Youth Rider Camp voller junger Talente, eine Zieldurchfahrt mit weniger als zwei Zehntelsekunden Abstand, Nassrennen am Sonntag und eine Meisterschaftsentscheidung, die bis zur letzten Runde spannend blieb. Freitag: Die Strecke […]

Vom 11. bis 13. September 2026 wurde es in der Motorsport Arena Mülsen noch einmal ernst: Beim Saisonfinale der DMV Pitbike Meisterschaft gab es ein Youth Rider Camp voller junger Talente, eine Zieldurchfahrt mit weniger als zwei Zehntelsekunden Abstand, Nassrennen am Sonntag und eine Meisterschaftsentscheidung, die bis zur letzten Runde spannend blieb.
Freitag: Die Strecke gehört dem Nachwuchs
Noch bevor die Meisterschaftsfahrer anreisten, surrten in Mülsen schon die Motoren. Beim Youth Rider Camp gingen am Freitag 14 junge Fahrerinnen und Fahrer an den Start. Gemeinsam mit dem Pitbike Racing Team Austria und der NextGen Rider Academy, vor Ort vertreten durch Benedikt Hartmann, wurde den ganzen Tag intensiv trainiert.







Auf dem Programm standen Hütchenübungen, instruktorgeführtes Fahren auf dem Rundkurs und Startübungen. Es ging um die Grundlagen, die später den Unterschied machen: Blickführung, Linienwahl, Körperhaltung und Fahrzeugkontrolle. Wer am Morgen noch vorsichtig um die Pylonen gerollt ist, fuhr am Nachmittag schon deutlich sicherer und flüssiger. Sicherheit und Fahrspaß standen dabei immer im Mittelpunkt, denn genau diese Mischung sorgt dafür, dass junge Fahrer dem Motorsport lange treu bleiben.
Zum Abschluss durften die Kids in einem Fun-Rennen zeigen, was sie gelernt haben, mit anschließender Siegerehrung. Stolze Gesichter, leuchtende Augen und die Frage „Wann ist das nächste Camp?“ – besser kann ein Tag nicht enden.
Nicht nur für Racer: Fahrzeit satt für alle
Ein Rennwochenende bei uns heißt nicht, dass man Rennen fahren muss. Neben den Meisterschaftsteilnehmern waren auch in Mülsen wieder viele Fahrerinnen und Fahrer dabei, die einfach nur zum Trainieren gekommen sind. Sie haben die Turns genutzt, an ihrer Linie gefeilt, neue Setups ausprobiert oder schlicht Kilometer auf einer tollen Strecke gesammelt, ganz ohne Startaufstellung und Rennstress.
Genau das ist uns wichtig: Bei unseren Veranstaltungen bekommt jeder richtig viel Fahrzeit. Ob Einsteiger, ambitionierter Hobbyfahrer oder Racer in Vorbereitung auf die nächste Saison – du entscheidest selbst, ob du nur trainierst oder dich im Rennen mit anderen misst. Die Rennen sind ein Angebot, keine Pflicht.





Samstag: Volle Turns, heiße Duelle
Am Freitagabend reisten die Teilnehmer für das Wochenende an. Nach Anmeldung und technischer Abnahme ging es am Samstag um 9 Uhr in den ersten Turn. Bis 16 Uhr wurde gefahren, was das Zeug hält. Für die Meisterschaftsfahrer zählten die Turns zugleich als Qualifying für die Startaufstellungen der beiden Abendrennen.
Eine Premiere gab es auch: Die Rennen der Ladies und der Rookies wurden zum ersten Mal live gestreamt. So konnten Familien, Eltern und Freunde von zu Hause aus mit fiebern, und wer die Kommentare im Stream verfolgt hat, weiß, dass dort mindestens genauso laut gejubelt wurde wie an der Strecke. Ein großes Dankeschön an Marvin Schuler von MFS Records, der das möglich gemacht hat.
Ladies: Entschieden um 0,188 Sekunden
Was für ein Rennen! Sieben Starterinnen gingen um 17:15 Uhr ins Rennen, und an der Spitze wurde es über acht Runden nicht eine Sekunde ruhig. Johanna Wisotzki und Fabienne Hänse klebten förmlich aneinander. Hänse fuhr mit 1:05,384 die schnellste Runde des Rennens, doch Wisotzki hielt dem Druck stand und rettete sich mit gerade einmal 0,188 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Enger geht es kaum.
Platz drei ging an Josefine Bartelt, dahinter folgten Maja Schönberger und Julia Wonneberger, die sich ebenfalls einen engen Kampf lieferten. Carolin Schumertl und Lisa Kratschmann komplettierten das Feld.


Rookies: Vier Fahrer in fünf Sekunden
Kaum war die Ladies-Siegerehrung vorbereitet, ging es direkt weiter. Elf Rookies stürmten um 17:39 Uhr in die erste Kurve, und vorne bildete sich schnell eine Gruppe, die sich über neun Runden nichts schenkte. Lennox Jany behielt die Nerven und gewann das Rennen. Nur 2,8 Sekunden dahinter kam Patrick Podsiadlo ins Ziel, der mit 1:08,466 die schnellste Runde fuhr und sich als bester DMV-Meisterschaftsfahrer erneut den Sieg in der Meisterschaftswertung sicherte. Vasilios Anargyrou komplettierte das Podium, und Nils Etzel lag auf Platz vier nur knapp dahinter. Zwischen Platz eins und vier lagen am Ende gerade einmal 5,2 Sekunden.
Nach der Siegerehrung wartete das Grillbuffet des Arena-Restaurants auf alle Teilnehmer, und das Team hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Bei der anschließenden Tombola gab es von T-Shirts und Tassen über Ölleitungen und Knieschleifer bis hin zu Gutscheinen für kommende Events einiges zu gewinnen. Die Stimmung im Fahrerlager hätte besser nicht sein können.


Sonntag: Wenn der Regen die Karten neu mischt
In der Nacht auf Sonntag begann es zu regnen, und es hörte nicht mehr auf. Um 9 Uhr öffnete die Boxengasse zum Open Pit Lane auf nasser Strecke. Wer jetzt dachte, das Fahrerlager bleibt leer, lag falsch: Zeitweise waren bis zu zehn Fahrer mit Regenreifen draußen und bewiesen, dass Pitbike fahren auch im Nassen richtig Spaß macht. Mülsen bietet selbst bei Regen genug Grip, um sinnvoll zu trainieren, und wer hier seine Grenzen auslotet, nimmt eine Menge Gefühl fürs Motorrad mit nach Hause.
Da sich das Wetter nicht besserte, fiel die Entscheidung, die Rennen wie geplant vor der Mittagspause auszutragen, als echte Regenschlachten. Einige Fahrer verzichteten wegen der Bedingungen auf einen Start, sodass die Felder kleiner ausfielen als am Samstag. Umso mehr Respekt verdienen alle, die sich der Herausforderung gestellt haben.
160er Stock-Klasse: Angriff in der vorletzten Runde
Um 12:16 Uhr gingen sieben Fahrer auf die nasse Strecke. Lange Zeit führte Matteo Rieger das Feld an und schien den Sieg sicher im Griff zu haben. Doch Julian Wonneberger ließ nicht locker, fand im Regen immer mehr Rhythmus und zog in der vorletzten Runde vorbei. Mit 1:20,920 fuhr er auch die schnellste Runde des Rennens, eine starke Zeit bei diesen Bedingungen.
Platz drei ging an Ulrich Metzler, den ältesten Teilnehmer im Feld, der zeigte, dass Erfahrung im Nassen Gold wert ist. Valentin Mocanu, Julia Wonneberger und Patrick Hiochhuth sahen ebenfalls die Zielflagge. Pech hatte Fabienne Hänse, die nach ihrem starken Samstag in der sechsten Runde stürzte und das Rennen nicht beenden konnte.


Endstand der DMV Pitbike Meisterschaft 2026, 160 Stock Class:
- Niklas Meiser – 50 Punkte
- Patrick Podsiadlo – 20 Punkte
- Steffen Lutterkort – 0 Punkte
Open Class: Showdown um den Titel
Um 12:40 Uhr folgte das letzte Rennen der Saison und damit die Entscheidung in der Open Class. Sieben Fahrer standen am Start, darunter die vier Meisterschaftsfahrer Florian Uphoff, Andreas Losch, Dominik Losch und Luca Behnke.
Vorne machte Kevin Wahr von Beginn an ernst. Mit einer Bestzeit von 1:13,276 fuhr er dem Feld auf und davon und gewann mit über 40 Sekunden Vorsprung vor Matthias Delle. Dahinter wurde es dafür umso enger: Michele Amico und Florian Uphoff lieferten sich bis zur Ziellinie ein packendes Duell um Platz drei, das Amico mit nur 0,549 Sekunden Vorsprung für sich entschied.
Für die Meisterschaft war der Nachmittag ein echtes Wechselbad der Gefühle. Luca Behnke stürzte bereits in der zweiten Runde und musste aufgeben. Dominik Losch kämpfte sich durch die schwierigen Bedingungen und kam nach sieben Runden ins Ziel. Florian Uphoff war mit Platz vier der schnellste Meisterschaftsfahrer im Rennen und zeigte eine beeindruckende Leistung im Nassen. Andreas Losch blieb besonnen, brachte sein Motorrad sicher ins Ziel und machte damit den Titel perfekt.

Endstand der DMV Pitbike Meisterschaft 2026, Open Class:
- Andreas Losch – 65 Punkte
- Florian Uphoff – 41 Punkte
- Dominik Losch – 36 Punkte
Herzlichen Glückwunsch an Andreas und an alle Platzierten zu einer großartigen Saison!



Gemeinsam für die Zukunft der Meisterschaft
Hinter einer erfolgreichen Rennserie stehen starke Partner.
Unser besonderer Dank gilt DMV Motorsport für das Vertrauen und die Möglichkeit, die deutsche Pitbike Meisterschaft in diesem Rahmen austragen zu können. Für 2027 freuen wir uns darauf, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und die Meisterschaft gemeinsam weiterzuentwickeln.
Mit PMT Tyres steht uns ein starker und verlässlicher Partner zur Seite. Danke für das Vertrauen, die enge Zusammenarbeit und die Unterstützung der Meisterschaft.
Ein großes Dankeschön geht auch an Marvin von MFS Records für Video, Bild und Ton, den ersten Livestream unserer Meisterschaft und dafür, die Emotionen der Rennwochenenden so professionell einzufangen. Wir freuen uns schon darauf, 2027 gemeinsam weiterzumachen.
Ein Finale, das Lust auf mehr macht
Das Wochenende in Mülsen war ein würdiger Abschluss der Saison: ein Youth Rider Camp mit begeisterten Kids, jede Menge Fahrzeit für alle Trainingsfahrer, Rennen, die auf Zehntelsekunden entschieden wurden, und eine Titelentscheidung im Regen. Besonders wichtig bleibt für uns, dass Sicherheit, Disziplin und gegenseitiger Respekt auch unter schwierigen Bedingungen funktioniert haben.
Vielen Dank an alle Teilnehmer, Helfer und Partner sowie an die Motorsport Arena Mülsen, DMV Motorsport, PMT Tyres, MFS Records, das Pitbike Racing Team Austria und die NextGen Rider Academy.
Ob Rennen oder Training – wir sehen uns 2027 auf der Strecke!











